Thaumatin (E 957)

Thaumatin ist ein in der Natur vorkommender Süßstoff

Süßkraft 2.000-3.000

Thaumatin ist 2000- bis 3000-mal so süß wie Zucker. Es handelt sich dabei um ein Stoffgemisch aus drei Proteinen, das in den Beeren der westafrikanischen Katamfe-Pflanze (Thaumatococcus daniellii, Einheimische nennen Sie auch Ndebion) vorkommt. Thaumatin hat einen Lakritze artigen Nachgeschmack und wird auch als Geschmacksverstärker eingesetzt.

Thaumatin ist seit Anfang 1996 durch die EG-Süßungsmittelrichtlinie zugelassen. Verwendet wird Thaumatin in Süßwaren (oft in solchen auf Kakao- oder Trockenfruchtbasis), Diät- und Nahrungsergänzungsmitteln und Kaugummi. Den Durchbruch im Massenmarkt hat es nicht geschafft, da aus einem Kilogramm Pflanzen nur sechs Gramm Thaumatin gewinnen lassen. Durch das geringe Vorkommen in der Pflanze und den hohen Aufwand für den für Lebensmittel benötigten hohen Reinheitsgrad ist Thaumatin preislich nicht konkurrenzfähig. Außerdem ist es nicht kochstabil und der Lakritz Geschmack schränkt die Verwendbarkeit zusätzlich ein. Thaumatin ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen.

Dazu gehören

  • zuckerhaltige Kaugummis (max. 10 mg/kg)
  • zuckerfreie Kaugummis und Süßwaren (max. 50 mg/kg)
  • nichtalkoholische, aromatisierte Getränke (max. 0,5 mg/l)
  • Desserts (max. 5 mg/kg)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Süßwaren auf der Basis von Kakao und Trockenfrüchten (max. 50 mg/kg)
  • energiereduziertes bzw. zuckerfreies Speiseeis (max. 50 mg/kg)