Sucralose (E 955)

Sucralose ist ein kalorienfreier Süßstoff, der etwa 600-mal süßer ist als Zucker

Süßkraft 600

Die Herstellung der Trichlorsaccharose Sucralose erfolgt durch selektive Chlorierung von Saccharose, wobei drei Hydroxyl-Gruppen gegen drei Chlor-Atome ausgetauscht werden.

Sucralose hat - anders als Saccharin - keinen bitteren Nachgeschmack. Das Süßeprofil ist anders als das des Zuckers. Die Süße setzt spät ein und hält sehr lange an, auch nach dem Herunterschlucken ist noch lange ein süßer Nachgeschmack feststellbar. Sie hat keinen nennenswerten physiologischen Brennwert, verursacht keine Karies, ist außergewöhnlich hitzestabil und hat eine sehr gute Löslichkeit und Mischbarkeit mit anderen Nahrungsmittelkomponenten.

Sucralose wird unter dem Handelsnamen Splenda von McNeil Nutritionals vertrieben. Die Tafelsüße in Pulver- bzw. Tablettenform enthält neben Sucralose auch Dextrose, Maltodextrin bzw. Lactose, Leucin und Carboxymethylcellulose. Sucralose in flüssiger Form wurde unter dem Handelsnamen Candys 2007 auf den Markt gebracht. Diese Tropflösung enthält nur Wasser und Sucralose, welche steril abgefüllt werden. In Deutschland wurde Sucralose am 26. Januar 2005 gemäß der Zusatzstoffzulassungsverordnung zugelassen und wird unter dem Handelsnamen Nevella vertrieben. Sucralose ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen.

Dazu gehören unter anderem

  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Getränke (max. 300 mg/l)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Desserts (max. 400 mg/kg)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Brotaufstriche, Konfitüren, Marmeladen, Gelees (max. 400 mg/kg)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Süßwaren (max. 800 - 1.000 mg/kg)
  • süßsaure Obst- und Gemüsekonserven (max. 180 mg/kg)
  • süßsaure Fisch-, Meeres- und Weichtierkonserven (max. 120 mg/kg)
  • Soßen und Senf (max. 450 bzw. 140 mg/kg)
  • Alkoholische Getränke (max. 250 mg/l)
  • Knabbererzeugnisse aus Getreide oder Nüssen (max. 200 mg/kg)
  • Nahrungsergänzungsmittel (max. 800 - 2.400 mg/kg)