Cyclamat (E 952)

Cyclamat ist ein synthetisch hergestellter Süßstoff

Synthetisch, Süßkraft 30-50

Chemisch handelt es sich bei Cyclamat um Cyclohexylsulfaminsäure und ihre Natrium- und Calciumsalze. Cyclamat ist etwa 35-mal so süß wie Saccharose (Zucker), aber z. B. nur ein Zehntel so süß wie Saccharin. Cyclamat ist in Deutschland seit 1963 zugelassen und hat von den in der EU zugelassenen Süßstoffen die geringste Süßintensität. Allerdings ist Cyclamat seit langem bekannt wegen seines besonders zuckernahen Geschmacks. Es wird daher vor allem für kalorienreduzierte Lebensmittel benutzt.

Die erlaubte Tagesdosis (ADI-Wert) beträgt 7 mg/kg Körpergewicht bei einem Erwachsenen und wird von Kindern, die viele zuckerfreie, mit Cyclamat gesüßte Getränke trinken, oft erreicht. In den USA ist Cyclamat seit 1970 verboten, da es im Verdacht steht, Blasenkrebs zu begünstigen. In Europa ist es für bestimmte Lebensmittel mit Höchstmengenbeschränkung erlaubt, dazu gehören energiereduzierte beziehungsweise zuckerfreie Getränke, Desserts, Brotaufstriche, Konfitüren, Marmeladen, Gelees, Obstkonserven und Nahrungsergänzungsmittel. Zum Süßen von Speiseeis, Bonbons und Kaugummis ist es allerdings nicht mehr erlaubt.

Cyclamat ist zugelassen für

  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Getränke (max. 250 mg/l)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Desserts (max. 250 mg/kg)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Brotaufstriche, Konfitüren, Marmeladen, Gelees (max. 500 - 1.000 mg/kg)
  • energiereduzierte bzw. zuckerfreie Obstkonserven (max. 1.000 mg/kg)
  • Nahrungsergänzungsmittel (max. 400 - 1.250 mg/kg)

Darüber hinaus wird Cyclamat in der kosmetischen Industrie und bei der Herstellung von Arzneimitten eingesetzt.