Zahnkaries oder Karies

Die Zahnkaries ist eine Erkrankung der Zahnhartgewebe Zahnschmelz und Dentin.

In Deutschland sind nur ca. ein Prozent der Erwachsenen kariesfrei, haben also naturgesunde Zähne.

Ursachen

Es gibt mehrere Theorien zur Entstehung von Karies. Heute ist die chemoparasitäre Theorie nach Willoughby D. Miller (1890) allgemein anerkannt. Demnach kommt es auf Grund mehrerer pathogener Faktoren zur Zerstörung der Zahnhartgewebe in mehreren Stufen.

Menschen erkranken an Karies, wenn vier Hauptfaktoren zusammenwirken

  • Wirtsfaktoren (Zähne, Mineralqualität, Speichelfaktoren, Verhalten)
  • Plaque
  • niedermolekulare Kohlenhydrate (besonders in Zucker und zuckerhaltigen Speisen)
  • genügend Zeit

Neben diesen Hauptfaktoren gibt es diverse Nebenfaktoren: Zahnstellung, Zahnfehlbildungen, Speichelfluss und -zusammensetzung, genetische Faktoren, Zusammensetzung der Nahrung und viele andere.

Stadien der Karies

Beim Initialkaries bilden sich zuerst Entkalkungen. Diese sind makroskopisch als weiße Flecken erkennbar. Durch Einlagerungen von Farbpigmenten aus der Nahrung werden diese Flecken oft dunkel. Wird eine Karies im Anfangsstadium nicht gezielt remineralisiert, solange nur der Zahnschmelz befallen ist, dringt sie in das Zahnbein / Dentin (= Dentinkaries) vor. Da Dentin wesentlich weicher als Zahnschmelz ist, breitet sich die Karies unterhalb der Schmelz-Dentin-Grenze schnell in die Breite aus. Eine Caries profunda (tiefe Zahnkaries) liegt vor, wenn die Kariesläsion schon in über zwei Drittel der Dentinschicht in Richtung des Zahnmarkes (der Zahnpulpa) vorgedrungen ist. Bei der Caries penetrans (durchdringenden Zahnfäule) hat der Defekt bereits durch das Dentin hindurch die Pulpa erreicht, so dass eine Verbindung zwischen Mundhöhle und Pulpencavum entstanden ist.

Folgen der Zahnkaries sind Entzündungen der Pulpa (Zahnmark = das was wir umgangssprachlich als den Zahnnerv bezeichnen), die apikale Parodontitis (Entzündungen des Zahnhalteapparats an der Wurzelspitze), Abszesse und Osteomyelitis, die in extremen Fällen sogar zum Tod führen können. Bildet sich an bereits behandelten (gefüllten) Stellen erneut Karies, so spricht man vom Kariesrezidiv oder der Sekundärkaries.

Die beste Möglichkeit, Karies vorzubeugen ist eine Beschränkung der Zuckeraufnahme. Dadurch wird die Veränderung der Mundflora in Richtung einer kariogenen Plaque verhindert. Als gute Möglichkeit, die Entstehung von Karies zu verhindern, wird die Prophylaxe mit Fluorid angesehen. Fluorid fördert die Remineralisation, härtet die oberste Schmelzschicht und hemmt das Bakterienwachstum.

Wie wirkt Stevia auf die Zahngesundheit?

Aus diversen Studien geht hervor, dass Stevia die Plaquebildung hemmt und Karies nicht fördert. Stevia soll eine antibakterielle Wirkung haben und sich auch zum Gurgeln bei Zahnfleischbluten oder Halsschmerzen und Erkältungen eignen. Stevia kann auch die Mundflora harmonisieren, dass es Karies bekämpft, stimmt so nicht. Dadurch dass die Süße von Stevia nicht kariogen ist, findet der Karies keine Nahrung, weniger Karies bedeutet das aber nicht. Stevia hat aber auch Fluorid, was wiederum den Zahnschmelz stärkt.

Daher findet sich Stevia auch in Zahnpflegekaugummis, Zahnspülungen und Zahnpasta.

Zähne müssen laufend gründlich gepflegt und geputzt werden, eine regelmäßige, halbjährliche Kontrolle beim Zahnarzt Ihres Vertrauens ist für ein gepflegtes Gebiss und gesunde Zähne unerlässlich!