Stevia soll krebserregend sein?

Was eine schlecht durchgeführte Untersuchung, die Monsanto, Hersteller von Aspartam finanziert hat, so anrichten kann...

In den USA hat die Firma Monsanto, Hersteller des Süßstoffes Aspartam, 1984 eine wissenschaftliche Untersuchung finanziert, die an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Stevia Zweifel auftat. Danach sollte ein Abbauprodukt des Steviosids mutagen wirken. Der inhaltliche Wert dieser wissenschaftlichen Untersuchung ist sehr umstritten. Nutznießer, welch Zufall, war natürlich Monsanto, der sein Aspartam Imperium damit für etliche Jahre abgesichert hat.

Zahlreiche korrekt durchgeführte Studien konnten keine Bestätigung für dieses Gerücht bringen. Im Gegenteil - Stevia wurde vor allem in Japan intensiv erforscht, und es gab keinen einzigen Fall von toxischer Belastung durch Stevia.

In einer Studie1 wurden Albino Ratten ein Stevia Auszug mit 0,28%, 1,4% und 7% verabreicht. Die 7% entsprechen 3,85 Gramm (!) pro kg Körpergewicht. Kurz zusammengefasst: Allen Ratten ging es nach den Versuchen gut, lediglich die Kontrollgruppe, die die 2200-fache Tagesdosis eines Menschen bekommen haben, hatten einen leichten Gewichtsverlust. Eine ähnliche Studie2 mit 50% reinem Steviosid brachte auch keine Normabweichung zu Tage.

Stevia wird von der indigenen Bevölkerung Südamerikas seit Jahrhunderten, vermutlich seit ca. 1.500 Jahren verwendet. Auch in modernen Wirtschaften wie Japan, Australien, etc. gab es seit der Einführung von Stevia keinen signifikanten Anstieg an Krebserkrankungen (Beispiel Japan, hier ist Stevia seit 1954 zugelassen und hat einen Markanteil von 40%).

1) H. Akashi und Y. Yokoyama, "Dried-lief extracts of Stevia: Toxicological test", 1975
2) Bakal und Nabors